Leserreise Luzerner Zeitung Weissrussland Entdeckungen zwischen Witebsk und Brest

Flagge Weissrussland

Leserreise Luzerner Zeitung Weissrussland Entdeckungen zwischen Witebsk und Brest

Belarus, bzw. Weissrussland haben noch nicht viele auf ihrer touristischen Landkarte und ist deshalb vom Tourismus weitestgehend unberührt. Das grösste Binnenland Europas liegt zwischen Polen, Russland, dem Baltikum und der Ukraine. Vieles hat seine Spuren hinterlassen. Die jüdische und christliche Religion, Sowjetarchitekten und Kunstgenies. Haben Sie gewusst, dass der berühmte Maler Chagall in Witebsk geboren wurde? Kommen Sie mit uns auf eine Entdeckungsreise durch das wohl unbekannteste Land Europas und erleben Sie Schlösser der Fürsten Radziwill, die Hauptstadt Minsk, Grodno, die Stadt der Könige, die letzten Urwälder Europas und vieles mehr.
Daten
ab Preis in CHF p.P.
Termine & Preise
Daten
ab Preis in CHF p.P.
09.10.2021 - 16.10.2021
ab CHF 2‘040
Rebecca Pfenninger
Reisebüro & Gruppenreisen
Reisespezialistin
Weitere Spezialisten

Reiseprogramm
Leserreise Luzerner Zeitung Weissrussland Entdeckungen zwischen Witebsk und Brest

1. Tag Zürich - Minsk
Am frühen Morgen Flug mit Austrian Airlines via Wien nach Minsk. Transfer zum Hotel. Anschliessend zeigen wir Ihnen die Hauptstadt Weissrusslands. Wir beginnen unsere Zeitreise bei der ersten Steinkirche aus dem 10. Jahrhundert, weiter geht es durch die Altstadt, gefolgt vom Stadtviertel Trojkoje aus dem 19. Jahrhundert. Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt stark getroffen und gilt heute als Musterstadt des sozialistischen Realisums. Das gesamte Stadtzentrum ist ein Ensemble des Stalinistischen Zuckerbäckerstils. Willkommensabendessen. Übernachtung im Hotel Victoria.

2. Tag Minsk – Witebsk
Nach dem Frühstück fahren wir in Richtung Norden nach Chatyn. Während des 2. Weltkriegs liess die SS als Vergeltungsaktion das komplette Dorf zerstören und sämtliche Bewohner ermorden. 1969 wurde ein Denkmal für die Ermordeten, sowie symbolisch für 5295 weitere Dörfer erbaut. Anschliessend fahren wir weiter nach Witebsk. Witebsk blickt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück, die in der Kiewer Rus Ihren Anfang nahm. Als mittelalterliches Handelszentrum wechselte es mehrfach den Regenten, der jeweils im Antlitz der Stadt seinen Stempel hinterliess. Die Stadt war litauisch, polnisch, russisch und wurde von Angehörigen vieler Nationen und Religionen bevölkert. Napoleon belagerte und zerstörte Witebsk; damit legte er 1812 den Grundstein für das katastrophale Ende seines Russlandfeldzuges. Wir spazieren durch den Kern der Altstadt mit dem schönen Rathaus. Die Aussichtsplattform des Rathauses bietet einen schönen Blick über die Stadt. Weiter entdecken wir die restaurierte Auferstehungskirche, ebenso die Maria-Verkündigungs-Kirche, eine der ältesten Kirchen Weissrusslands. Der nächste Halt ist das Haus, in dem Kasimir Malewitsch und Marc Chagall ihre gemeinsame Kunstwerkstatt und Kunstschule hatten. Das Mittagessen geniessen wir in einem lokalen Restaurant mit belarussischer und europäischer Küche, welches sich im Herzen des Stadtparks befindet. Gestärkt machen wir uns auf, um die Hauptkathedrale Maria Schutz und Fürbitte der Erzdiözese Witebsk zu besichtigen. Gemeinsam fahren wir danach ins ehemalige jüdische Viertel von Witebsk. Nach einer kurzen Einführung in die jüdische Vergangenheit der Stadt besuchen wir das Marc-Chagall-Museum, wo der Künstler seine Kindheit und Jugendjahre verbrachte. Danach folgt ein Spaziergang zur Ruine der alten Pokrovskaja Synagoge, die ehemals grösste Synagoge in Witebsk. Übernachtung im Hotel Eridan.

3. Tag Witebsk – Polotsk – Minsk
Heute Morgen fahren wir nach Polotsk, sie ist die älteste Stadt Weissrusslands und war im frühen Mittelalter eines der bedeutendsten aus der Kiewer Rus hervorgegangen Fürstentümer auf weissrussischem Gebiet. Da Polotsk am Ufer des Flusses Polota liegt, war die Stadt ein wichtiges Handelszentrum auf dem Weg von den Warägern zu den Griechen. Die Stadtführung beginnt mit der Besichtigung der berühmten Sophienkathedrale. Die Ruine der Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert, auf den Resten entstand im 18. Jahrhundert eine Barockkathedrale. Danach geht es zum Kloster der heiligen Euphrosinia und zur Erlöserkirche aus dem 12. Jahrhundert mit sehr beeindruckenden, zum Teil restaurierten Deckenfresken. Eine Nonne führt uns durch das Kloster. Im Anschluss bummeln wir durch die Nishnaja Pokrovskaja Strasse entlang der Dwina, der Hauptstrasse Polotsks vor der russischen Revolution. Mittagessen in einem lokalen Restaurant. Anschliessend statten wir dem Buchdruckmuseum einen Besuch ab. Das Museum beherbergt eine beeindruckende Bibliothek von Simeon Polotski (auch bekannt als Symeon von Polazk), einem bedeutenden orthodoxen Lehrer, Dichter und Übersetzer im Russland des 17. Jahrhunderts. Fahrt nach Minsk und Übernachtung im Hotel Victoria.

4. Tag Mir & Njaswisch – Brest
Heute unternehmen wir einen Tagesausflug zu den zwei UNESCO-Kulturerbestätten Mir und Njaswisch. Den ersten Halt legen wir in der Kleinstadt Mir ein. In diesem malerischen Ort, früher ein typisches jüdisches Städtl, befindet sich eines der schönsten Schlösser des Landes. Es wurde Anfang des 16. Jahrhunderts als Wehrschloss errichtet. Am längsten besass das Schloss die Adelsfamilie der Radziwill. 30 Kilometer südlich, in Njaswisch, liegt eine weitere Residenz der Adelsfamilie. Zusammen mit der örtlichen katholischen Kirche bildet das Njaswischer Schloss ein Ensemble, das zum UNESCO-Kulturerbe gehört und eine der schönsten Kleinstädte des Landes ist. Die pittoreske Parkanlage des Schlosses lädt zum Flanieren ein. Nach dem Mittagessen bleibt vor der Rückkehr noch etwas Zeit für einen Spaziergang durch die Stadt und den sehenswerten Markt. Weiterfahrt nach Brest. Übernachtung im Hotel Hermitage.

5. Tag Belowescher Urwald
Nach dem Frühstück fahren wir zum Belowescher Urwald (Belavezhskaya Puscha). Der Park ist ein Naturschutzgebiet auf beiden Seiten der polnisch/weissrussischen Grenze und steht auf der Liste der UNESCO-Weltnaturerbe. Er ist einer der letzten Urwälder Europas, mit einer vielfältigen Tier- und Vogelwelt. Die Bisonpopulation des Parks ist heute die Grösste weltweit. Nach dem Mittagessen in der Puscha unternehmen wir eine kurze Wanderung um einen See. Rückfahrt nach Brest, wo wir die Festung aus dem Jahr 1842 besuchen. Brest war in seiner Geschichte stets Spielball der Mächtigen. Mal Polen-Litauen, mal Russland, dann wieder Polen oder die Sowjetunion. Brest gehörte mal hierhin, mal dorthin. Im weissen Palast wurde 1918 der Friedensvertrag zwischen Russland und Deutschland geschlossen.

6. Tag Brest – Grodno
Wir fahren nach Grodno, einer der ältesten Städte Weissrusslands und historisch eng mit dem Grossherzogtum Litauen verbunden. Bei einem Spaziergang entdecken wir die Stadt der Könige. Im Zuge des Spaziergangs besuchen wir die Franz Xaver Kathedrale mit ihrem barocken Pomp und sehen das Alte und das Neue Schloss, gefolgt von einer Schifffahrt auf dem August Kanal, der von Grodno bis nach Polen reicht. Übernachtung im Hotel Neman.

7. Tag Grodno - Minsk
Nach dem Frühstück fahren wir zum Freilichtmuseum Dudutki. Es erwartet uns eine spannende Reise in die Vergangenheit Weissrusslands mit interessanten Attraktionen. Wir können frisches hausgemachtes Brot mit rustikaler Butter und Kräutertee beim Bäcker und Müller probieren oder Honig beim Imker. Das Freilichtmuseum zeigt in unterschiedlichen Gebäuden die Verarbeitung von Holz zu Kunsthandwerken. In Töpfereien werden traditionelle Gefässe hergestellt. Weiterfahrt nach Minsk. Abschiedsabendessen und Übernachtung im Hotel Victoria.

8. Tag Minsk - Zürich
Rückflug mit Lufthansa via Frankfurt nach Zürich.

Ausblenden
MSQ LOHW21
Preise pro Person in CHF09.10.21-16.10.21
Doppelzimmer
Doppelzimmer
Einzelzimmerzuschlag

2040
230

Spezialisten Kontaktieren